Torwarttraining im Fußball:
Diese Fähigkeiten braucht der Torhüter.
Wie jeder Fußballspieler braucht der Torwart Technik, Taktik, Kondition, Koordination und psychische/soziale Fähigkeiten.
Technik
Torhüter müssen ihre Technik im Detail verbessern, insbesondere Fang- und Sprung- und Falltechniken. Dazu brauchen sie einen Torwarttrainer
bzw. einen Berater, der ihnen dabei hilft. Dieser muss die Fähigkeit haben, Fehler zu erkennen und in der Situation richtig zu korrigieren.
Taktik
Zur Torwarttaktik gehört insbesondere das richtige Stellungsspiel in der Spielsituation und das Timing beim Herauslaufen.
Letzteres hat im modernen Fußabll eine herausragende Bedeutung, da der Torhüter die Viererkette absichert und Steilpässe antizipieren und
erlaufen muss. Darüber hinaus muss der Torwart wissen, wann er wie reagiert (stehenbleiben, springen, fallen).
Kondition
Körperkraft und Stabilität: Um sich im Luftduell durchsetzen zu können, um das Verletzungsrisiko zu minimieren und v.a. Maximalkraft,
um zu dynamischen Lauf- und Sprungaktionen fähig zu sein.
Schnelligkeit: Hier ist vor allem die Reaktionsschnelligkeit wichtig, aber auch eine gute Bewegungsschnelligkeit wirkt sich positiv
auf das Torwartspiel aus.
Ausdauer:Ist als Grundlage wichtig, in der Spitze dann aber nicht entscheidend (guter körperlicher Grundzustand)
Bei den konditionellen Fähigkeiten darf auch nicht vergessen werden, dass der Towart ein möglichst große Beweglichkeit erreichen sollte.
Koordination
Da das Torwartspiel durch die Vielzahl der notwendigen Bewegungen mit und ohne Ball koordinativ hoch anspruchsvoll ist,
benötigt der Torwart eine gute Balance der folgenden koordinativen Fähigkeiten:
Differenzierungsfähigkeit:
Eine gut geschulte Feinmotorik, die genaue und präzise Bewegungen ermöglicht.
Räumliche Orientierungsfähigkeit: Von größter Bedeutung für ein gutes Stellungsspiel im Tor und für das richtige Einschätzen
von Flanken, Pässen und auch Spielsituationen.
Reaktionsfähigkeit: Eine gute Reaktionsfähigkeit führt zu schnelleren Reaktionen auf die aktuelle Spielsituation (reflexartige
Abwehrreaktionen).
Rhythmusfähigkeit: Wichtig für alle Bewegungsaktionen und technischen Aktionen mit und ohne Ball. Durch ein rhytmisch richtige
Aufsführung erhöht sich die Qualität und auch Effizienz der Bewegung (Bewegungsökonomie).
Gleichgewichtsfähigkeit: Er muss sicher auf den Beinen stehen, nach Sprüngen in die Höhe (Flanken etc.) sicher landen und
nach dem Fallen oder Hechten schnell wieder aufstehen können.
Psyche/soziale Fähigkeiten
Torhüter sind häufig ganz spezielle Persönlichkeiten, die über großes Selbstvertrauen und Mut verfügen. Dazu gehört eine gewisse Führungsstärke,
die dem Torwart ermöglicht, seine Mitspieler entschlossen zu dirigieren und klare Kommandos zu geben. Schlussendlich sollten diese Fähigkeiten
durch eine gute Konzentrationsfähigkeit ergänzt werden. Um sich weiterentwickeln zu können, braucht der Torwart die Fähigkeit zur Selbstkritik
und einen ausgeprägten Willen, an seinen Fähigkeiten zu arbeiten.